Klangverarbeitung ist stark emotional gebunden, denn mit Klängen und Musik verbinden wir eindrucksvolle Orte, besondere Menschen - ganz bestimmte Lebensabschnitte und Situationen. Hören wir einen Klang, reagiert der Körper mit erlernten Verhaltensmustern darauf.

Diese direkte emotionale Wirkung von Klängen nutzen die Menschen seit Langem. Schon die Indianer haben zur Demonstration der eigenen Stärke und Größe etliche Trommeln eingesetzt, um den Gegner einzuschüchtern, noch bevor man ihn sah.

Auch die Medienbranche ist sich der vielfältigen Wirkung von Musik bewusst. In TV-Spots, Imagefilmen und Radiowerbung wird Musik gezielt zur Emotionalisierung potenzieller Kunden eingesetzt. Schalten Sie mal den Ton am Fernseher aus und schauen Sie sich einen Werbeblock an - oder noch besser, ein Stück eines Horrorfilms: Ziemlich ernüchternd, was?

Ein enormer Vorteil klanglicher Informationen ist ihre "lange Haltbarkeit". Melodien und gesungene Texte werden über Jahre und Jahrzehnte im Langzeitgedächtnis gespeichert. Ich wette, Sie haben sofort eine Melodie im Kopf, wenn ich sage: "Haribo macht Kinder froh." - Et voilà!